Friedrichshagen

  • 1204 ha besiedelte Fläche

  • 16740 Einwohner, davon

  • 9584 erwerbsfähige Einwohner

  • 1918 Beschäftigte

  • 788 Betriebe insgesamt

    Dichtemaße:
    Mit etwa 1400 ha beansprucht der Ortsteil 8,4 % der Fläche des Bezirks und ist damit der fünftgrößte Ortsteil. Gut 14% der Ortsteilfläche sind Wasserfläche, Friedrichshagen liegt am Müggelsee und am nördlichen Ufer der Spree. Die Nachbarn des Ortsteils sind Köpenick im Süden und Westen, Rahnsdorf im Osten und der Landkreis Oder- Spree mit der Gemeinde Schöneiche bei Berlin im Norden. 85 % des Ortsteils sind bebaut, die Siedlungsfläche von Friedrichshagen beansprucht 15 % der besiedelten Fläche von Treptow-Köpenick. Hier leben gut 7 % der Einwohner des Bezirks. Die Einwohnerdichte ist mit 14 Einwohnern/ha die zweitniedrigste von allen Ortsteilen des Bezirks. Der Anteil der Einwohner im erwerbsfähigen Alter ist mit gut 57 % der niedrigste von Treptow-Köpenick. 8,8 % aller Betriebe des Bezirks haben ihren Standort in Friedrichshagen. Hier arbeiten 3,6 % der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten von Treptow-Köpenick. Mit 0,6 Betrieben/ha ist die Betriebsdichte Friedrichshagens die zweitniedrigste aller Ortsteile. Mit weniger als 5 Beschäftigten/ha ist auch die Beschäftigtendichte niedrig (12. Rang im Ortsteilvergleich).

    Wirtschaftsüberblick:
    Die meisten Einrichtungen (39 %) hat der Wirtschaftsbereich "Finanzierung, Vermietung, Unternehmensdienstleister". Es folgt mit 28 % der Betriebe im Ortsteil "Handel, Gastgewerbe und Verkehr", während das "Produzierende Gewerbe" 21 % aller Betriebe Friedrichshagens aufweist.
    Ähnlich sehen die Verhältnisse bei den Anteilen der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in den einzelnen Wirtschaftsbereichen aus, nur dass der Bereich der "Öffentlichen und Privaten Dienstleister" (23 % der Beschäftigten des Ortsteils) zusammen mit "Finanzierung, Vermietung, Unternehmensdienstler" für gut 58 % der Beschäftigten einen Arbeitplatz zur Verfügung stellte. Das "Produzierende Gewerbe" beschäftigte 19 % der Arbeitsnehmer von Friedrichshagen.

    Wirtschaftliche Schwerpunkte:
    Mit 122 Niederlassungen sind die meisten Betriebe im Einzelhandel angesiedelt. Das Gesundheitswesen hat 67 Einrichtungen/Praxen im Ortsteil. Im Jahr 2004 gab es in Friedrichhagen 66 "Architektur- und Ingenieurbüros und Büros für technische, physikalische und chemische Untersuchungen". Das Ausbaugewerbe ist schließlich mit 65 Betrieben vertreten. Jeweils 14 % der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten von Friedrichshagen arbeiteten 2002 für Interessenvertretungen, in der öffentlichen Verwaltung oder im Einzelhandel.

    Kennzahlen:
    Mit 5 Beschäftigten pro Betrieb herrschen in Friedrichshagen kleine Betriebe vor (12. Rangplatz im Ortsteilvergleich). Der größte Wert ist mit 6 Beschäftigten/ Betrieb bei Einrichtungen der "Öffentlichen und privaten Dienstleister" zu finden. Auf andere Verhältnisse weist der Wert der Versorgungskennzahl hin. 1 000 Friedrichshagenern im erwerbsfähigen Alter stehen 82 Betriebe aller Wirtschaftsbereiche gegenüber. Nur Alt-Treptow und Adlershof haben höhere Werte. Der große Wert der Versorgungskennzahl lässt sich teilweise durch den niedrigsten Anteil der erwerbsfähigen Einwohner aller Ortsteile erklären. "Finanzierung, Vermietung, Unternehmensdienstleister" hat mit 32 Einrichtungen je 1 000 erwerbsfähige Einwohner den größten Einfluss auf die Versorgungskennzahl. Die Nutzungsintensität mit 20 Beschäftigten je 100 erwerbsfähige Einwohner ist unterdurchschnittlich (9. Rang der 15 Ortsteile).

    Ortsteilprofil:
    Schon die Flächen- und Dichtezahlen lassen Friedrichshagen als teilweise großflächigen Villenvorstadt erkennen. Die Betrachtung der wirtschaftlichen Eigenschaften des Ortsteils unterstützt diesen Eindruck: Friedrichshagen ist Standort für Interessensvertretungen, aber aufgrund der Villenstruktur haben sich hier Architektur- und Ingenieurbüros, Gutachter und Betriebe des Ausbaugewerbes angesiedelt. Weiterhin starke Wirtschaftsbereiche sind der Einzelhandel und das Gesundheitswesen.

    Trotz dieser wirtschaftlichen Spezialaufgaben des Ortsteils ist Friedrichhagen als überwiegendes Wohngebiet zu kennzeichnen. Das Profil zeigt eine Tendenz des Ortsteils, sich zu einem Mischgebiet I mit gewerblichen Funktionen zu entwickeln.



Auzug aus der Regionalen Wirtschaftsstatistik - Monatsschrift 6/06
Quelle: http://www.statistik-berlin.de/statistiken/unternehmen/regionalstatistik/urs-b09.pdf
- www.friedrichshagen.com -