Hier können Sie Ihre Meinung sagen, zum Thema Bahnlärm am Fürstenwalder Damm und seiner Umgebung. Sie haben Anregungen dazu, dann schreiben Sie einen Beitrag.



Holger | 26. Oktober 2009 | 07:49 Uhr
Ich finde die Antworten der Bahn Netz AG und und des Eisenbahn Bundesamtes ziemlich arrogant auch menschenverachtend. Da hält man sich einfach an irgendeinen Status Quo fest um Kosten zu sparen. Geld ist auch hier wieder der Hauptgrund, warum wirtschaftliche Interessen über menschliche Grundbedürfnisse gestellt werden (Privatisierung der Bahn). Andererseits wurden am Hauptbahnhof Milliarden in der Erde versenkt um ein Prestigeprojekt zu errichten, welches vorher durch diverse Gutachten zum Bahnkonzept von Berlin abgelehnt wurde. Ich wohnte jahrelang Am Goldmannpark und besitze seit 2005 ein Haus in der Kastanienallee. Für mich sind die Erschütterungen und Schwingungen noch belastender als der Bahnlärm. Da fangen die Computermonitore an zu schaukeln und die Gläser klirren im Schrank, wenn ein Güterzug vorbeifährt, und das ca. 200 Meter von den Gleisen entfernt. Beides, Erschütterungen und Lärm werden in erster Linie von den schweren Güterzügen erzeugt. Und nun soll die Strecke auf 160 km/h ausgebaut werden. Wenn ich die Publikationen der DB Netz AG für andere Neubauprojekte in diesem Lande auf unsere Strecke übertrage, sollen auch die Güterzüge mit dieser Geschwindigkeit fahren. Da man erwarten kann, dass sich bis 2011 nichts wesentliches an der Technologie der Güterzüge und der Schienenwege ändern wird, werden die Lärmbelästigungen und Erschütterungen erheblich zunehmen (sehr interessant in diesem Zusammenhang das Flugblatt einer Initiative gegen den Bahnlärm aus Frankfurt/M. unter "http://www.2statt4.de/downloads/flugblattapril20072.pdf"). Man kann aber auch mit neuen Technologien und mit dem Ausnutzen der gesamten Palette der Lärmschutzmaßnahmen einiges für den Lärmschutz tun. In dieser Hinsicht kommt es sicherlich darauf an, der Bahn durch massive Proteste aus der Bevölkerung die Dringlichkeit dieses Problems klarzumachen, aber andererseits nicht den Schienenverkehr zu verteufeln und möglicherweise mit der Bahn partnerschaftlich dieses Problem zu lösen.
Holger Drechsler


Sven | 04. Juni 2008 | 22:59 Uhr
Die EG-Umgebungslärmrichtlinie sieht die Information und Beteiligung der Öffentlichkeit in der Lärmaktionsplanung vor.

Die Bürgerinnen und Bürger Berlins können sich bereits seit Herbst 2007 über das Internet an der Lärmaktionsplanung beteiligen. Jetzt wird der Entwurf des Lärmaktionsplans vom 02. Juni 2008 bis zum 02. Juli 2008 auch öffentlich ausgelegt.

Die Berlinerinnen und Berliner sind aufgerufen, Stellungnahmen zu dem Entwurf abzugegeben. Diese werden geprüft und fließen in die abschließende Bearbeitung ein.

Der Entwurf des Lärmaktionsplans kann an folgenden Orten eingesehen werden:
bei der Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz,
Brückenstraße 6, 10179 Berlin (Mitte), Zimmer 4.012 (4. Etage),
Montag bis Donnerstag von 9 Uhr bis 18 Uhr und Freitag von 9 Uhr bis 14 Uhr sowie außerhalb dieser Zeiten nach telefonischer Vereinbarung
Telefon: 030 9025-2267 oder 9025-2323

und in den Bezirken

Marzahn-Hellersdorf
Premnitzer Straße 4, 12681 Berlin, Raum 606
Montag bis Freitag von 9 Uhr bis 15 Uhr und Donnerstag bis 18 Uhr
Telefon: 030 90293-6832/-6800

Mitte
Vor-Ort-Büro des Quartiersmanagements Moabit West,
Rostocker Straße 3, 10553 Berlin,
Montag bis Freitag von 11 Uhr bis 13 Uhr,
Telefon: 030 39907195
und
Quartiersmanagement Pankstraße,
Prinz-Eugen-Straße 1, 13347 Berlin,
Montag bis Freitag von 10 Uhr bis 15 Uhr,
Telefon: 030 74746347

Spandau
Rathaus Spandau, Carl-Schurz-Straße 2-6, 13597 Berlin,
Raum 329 a,
Montag bis Freitag von 13 Uhr bis 15 Uhr,
Telefon: 030 3303-2768/-2465

Steglitz-Zehlendorf
Altes Rathaus Steglitz, Schloßstraße 37, 12163 Berlin
Bürgeramt Steglitz, Raum 201/202
Montag von 8 Uhr bis 15 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 11 Uhr bis 18 Uhr sowie Mittwoch und Freitag von 8 Uhr bis 13 Uhr
Telefon: 030 902993360

Ihre Hinweise und Stellungnahmen können Sie direkt vor Ort abgeben oder postalisch an die Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz, Brückenstraße 6, 10179 Berlin (Mitte), Abteilung III D senden.

Text aus www.berlin.de
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den Link zur Onlinebeteiligung finden Sie im Menue unter Weblinks

Die Frist zur Abgabe einer Stellungnahme endet am Mittwoch, den 16. Juli 2008.


thekla | 26. Oktober 2007 | 14:09 Uhr
Vielen Dank an die Initiatoren, dass endlich jemand die aufwendige Arbeit auf sich nimmt, etwas gegen den Schienenlärm zu unternehmen.
Schienenlärm scheint im Gegensatz zum Verkehrslärm durch Autos bei den Politikern sehr unpopulär zu sein.Vielleicht liegt es daran, dass es sich bei der Bahn um ein ehemaliges Staatsunternehmen handelt.
Die Bahn besitzt leider überhaupt kein Lärmbewußtsein. Wie läßt es sich sonst erklären, dass besonders lärmend gerade nachts Sanierungsarbeiten an der Bahnstrecke vorgenommen werden. Wenn im Straßenbau in bewohnten Gebieten nachts die Preßlufthämmer für Bauarbeiten oder Motorsägen zum Beschneiden von Bäumen dröhnen würden, wie lange würde es wohl dauern, bis die Polizei vor Ort wäre. Für die Bahn scheint dies jedoch normal zu sein, obwohl die Bahn sich immer auf die Fahnen schreibt, so ökologisch zu sein. Auch Lärm ist eine Art von Umweltverschmutzung.
Seit dem Neubau der Strecke gibt es noch ein anderes Problem. Fahren Güterzüge vorbei, kommt es zu starken Erschütterungen. Diese gab es vor dem Neubau nicht. Entweder liegt es an einer schlechten Bauausführung oder daran, dass die Züge jetzt schneller fahren als vor dem Ausbau. Die Erschütterungen sind sehr stark wahrzunehmen, so dass man sich nicht nur gestört fühlt , sondern auch zu befürchten ist, dass die Bausubstanz der angrenzenden Häuser Schaden nimmt. Auch hier sollte Abhilfe geschaffen werden.


scharni | 08. September 2007 | 14:07 Uhr
Finde die Anti-Lärminitiative eine gute Sache, vor allem der nächtliche Bahngüterverkehr hat wirklich stark zugenommen. Betroffen davon sind eigentlich die meisten F'hagener, da durch die erhöhte Lage des Bahndamms und vermutlich auch durch die Verstärkerwirkung der neuen Bahnbrücke der Krach nicht nur in nächster Nähe des F'walder Damms zu hören ist. Auch zwei Parallelstraßen weiter ist es noch fast so, als würden die Züge direkt vorm Fenster vorbeidonnern. Schätze also, dass ziemlich viel betroffene Anwohner zusammenkommen könnten, um die Initiative unterstützen. Also soviel Werbung wie möglich machen (habe selbst davon aus der neuen Ausgabe FH Konkret erfahren)! Einzige Lösung sind wahrscheinlich hohe Lärmschutzwände, so wie kürzlich in Karlshorst beim Neubaugebiet an der Trabrennbahn, aber da hat das vermutlich nicht die Bahn bezahlt (?)

A propos Lärm: Außer dem Bahnkrach scheint in letzter Zeit in FH verschiedenster Lärm stark zuzunehmen - Stichworte: Kneipen, Biergärten und mit Alkflaschen herummarodierende Jugendliche. Aber auch bürgerliche Grill- und sonstige häusliche Gartenpartys mit fröhlichem Gegröle bis weit nach Mitternacht sind mittlerweile hier eher die Regel als die Ausnahme. Würde selbst gerne eine eigene Bürgerinitiative gegen den ganzen überbordenden Freizeitlärm gründen - Interessenten bitte bei mir melden ;-)

Einzig Positives: Wenn Schönefeld eröffnet hat, müsste eigentlich die Süd-Nord-Einflugschneise über FH in Richtung TXL geschlossen werden (bloß wird man dann wegen des neuen SXF entspannte Ausflüge Richtung Rahnsdorf, Grünau usw. ziemlich vergessen können...)


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